Arbeitsbesuch nach zweijähriger Corona-Zwangspause

05.09. -13.09.2021

Anfang September 2021 war es endlich wieder so weit, der von beiden Seiten erhoffte Besuch in Vilnius, Akmene und Kelme konnte gestartet werden. Diesmal nur in kleinster Besetzung, das Vorstandsmitglied Andreas Malur besuchte die vom Förderverein unterstützten Kinder, Familien und Einrichtungen in Vilnius und Naujoji Akmene.

Arbeitsbesuch 2021 in Vilnius
Arbeitsbesuch nach zweijähriger Corona Zwangspause 05.09-13.09.2021

Im Familienhilfezentrum der Pfarrei des Seligen Jurgio Matulaicio in Vilnius wurden mit den Verantwortlichen die nächsten Ziele besprochen und über die Ergebnisse des Jahres 2020/21 berichtet. Das Familienferienprojekt stand dabei im Mittelpunkt der Gespräche. Die Leiterin des Zentrums Rimante Eideviciute bedankte sich für die großzügige Hilfe. Dabei betonte sie vor allem die Unterstützung bei der Renovierung des Kindertagestreffs. Das Familienferienzentrum wird weiter ausgebaut. Dafür erbat Rimante weiterhin unsere Unterstützung.

Beim Rundgang durch das Zentrum zeigten uns die Kinder ihr Können am neuen, vom Förderverein gesponserten, Tischkicker. Anschließend gab es Begegnungen und Gespräche mit Familien und einzelnen Jugendlichen die seit Jahren aber auch erst ab diesem Jahr Hilfe und Unterstützung erhalten. Die Gespräche zeigten deutlich, dass die Hilfe ankommt und von den Empfängern mit guten Ergebnissen gedankt werden.

Das Treffen und die Absprachen mit unseren Koordinatoren vor Ort, Antanas Petkunas und Ona Selevic, wurde genutzt, um das weitere Vorgehen für die folgenden Jahre zu erörtern.

Das von dem Sozialverein „Prieglobstis“ in Naujoji Akmene betriebene Fahrradprojekt wird vom Förderverein seit Jahren unterstützt. Pandemie bedingt kam es im letzten Jahr fast zum Erliegen. Ein Gespräch vor Ort war deshalb dringend geboten. In Siauliai gab es dann das Gespräch.

Der nunmehr neue Koordinator, Merunas Jukonis, erörterte die schwierige Situation und gab auch Einblicke in Entwicklung des Projektes. Die Fahrradwerkstatt befindet sich in der Stadt Kairiskes. 30 Fahrräder konnten verkauft werden. Der erzielte Erlös kam 10 Kindern des von Prieglobstis betriebenen Mutter-und Kind-Heims zugute. Es wurde vereinbart, die Hilfe und Unterstützung des Fahrradprojektes mittelfristig fortzuführen und zu entwickeln.

Der letzte Besuchspunkt lag auf dem Weg nach Klaipeda, in Kelme. Seit mehr als 15 Jahre fördern wir das Erlernen der deutschen Sprache. Auch hier hatte Corona Besuche 2020 und 2021verhindert. So kann der Racas-Preis erst im nächsten Jahr, 2022, vergeben werden. Mit unseren wichtigsten Gesprächspartnern in Kelme, der Deutschlehrerin Violeta Trunciene und der Schulamtsmitarbeiterin Daiva Stoniene, wurden alle wichtigen Fragen, hinsichtlich des Besuches von 6 Schülern 2022 in Erfurt, besprochen. Aus den Gesprächen in Kelme nahm ich mit, dass die Rahmenbedingungen für die Schülerreise nach Erfurt/Deutschland unverändert bleiben werden. Wir werden den Schülern als Anerkennung für ihren Fleiß beim Erlernen der deutschen Sprache einen interessanten und abwechslungsreichen Aufenthalt organisieren. Mit diesem Versprechen habe ich mich von unseren aktiven Mitstreiterinnen in Kelme verabschiedet.

Es war ein wichtiger Besuch mit guten Gesprächen. Der nächste Arbeitsbesuch ist für Herbst 2022 vorgesehen.

Erfurt, 25.09.2021
Andreas Malur